Über mich

Meine Stärke: Ich habe gelernt, den Augenblick zu bewerten

Es ist schwer, über sich selbst zu schreiben, wenn man ein selbstkritischer Mensch ist. Doch genau an diesem Punkt fühle ich schon große Dankbarkeit gegenüber der akademischen Reitkunst nach Bent Branderup®. Ich bin selbstkritisch mir gegenüber, aber ich habe gelernt, nur den Augenblick zu bewerten und mich an jedweder Entwicklung in der gewünschten Richtung zu erfreuen. So habe ich bei aller kritischen Einstellung zu meiner Person und meinen Fähigkeiten, viele positive Momente  - oder, wie ich sie nenne, „neue schöne Bilder für das innere persönliche Album der Glücksmomente“ bekommen.

Mein Weg mit Pferden begann bei allen traurigen Wendungen doch so, wie viele Mädchen es sich erträumen würden: Meine Mutter war schon pferdeverliebt und erfüllte sich ihren Traum kurz vor meiner Geburt. Ich bekam mit 3,5 Jahren ein altes rehes Shetty-Pony, was wenige Jahre später mit 27 Jahren erlöst werden musste. Daraufhin zog eine von einem VA-Hengst trächtige Huzulen-Stute in mein Leben, mit der ich an den ersten regelmäßigen Unterrichtsstunden in einem sehr auf Kinder ausgerichteten Reitverein teilnahm. Ihr Fohlen, welches ich mit Unterstützung damals schon selbst einritt, ließ mich schon früh die feine Energie der Araber spüren.

Leider sind beide innerhalb von drei Tagen an Vergiftungen gestorben. Eine Verkettung glücklicher Umstände brachte umgehend meinen Professor Mustafa (siehe meine Begleiter) zu mir. Mit ihm durchlief ich in unserem sehr der Jugend zugewandtem Verein sämtliche Sparten der Reiterei und er brachte mich mit seinem Sportsgeist auf der einen, aber auch seiner Sensibilität auf der anderen Seite an alle Grenzen, so dass ich schlussendlich den einzigen Spaß und die wirkliche Harmonie nur noch in der Buschreiterei fand. Ich brachte den ehemaligen Durchgänger so weit, dass wir absolut „Liberty“ im Gelände alle Gangarten ritten und auch Begegnungen mit anderen Pferden souverän meisterten. Mein Reiten war nur noch von meiner Intuition geprägt. Der akademischen Reitkunst begenete ich als Mustafa 26 Jahre alt war und ich nahm ihn noch mit auf diese Reise. Ganze fünf Jahre begleitete er mich bevor er mit 31 starb, nicht ohne mir noch 4 Tage vor seinem friedlichen Tod seine beste Form der Piaffe zu zeigen. Die akademische Reitkunst füllte meine Intuitionen mit Wissen und machte mich im positiven Sinne bis heute süchtig.

Ich begann 2003 mit eben jenem Mustafa und dem heute noch aktiven und mittlerweile 22-jährigen Sandos im praktischen Unterricht die akademische Reitkunst zu erlernen. Durch regelmäßigen Unterricht im 4 - 6 Wochen-Rhythmus bei einer seiner Schülerinnen und ein- bis zweimaligen Unterricht pro Jahr bei Bent Branderup persönlich habe ich Sandos und seine Vollschwester Shanina so weit gefördert, das wir gemeinsam  die Longen-, Wappenträger-, Ritter- und Piaffe-Ring-Prüfung abgelegt haben.

Seit Einführung der Lizenz als Trainer der akademischen Reitkunst nach Bent Branderup® darf ich mich glücklich schätzen, Teil dieser sich sehr rege austauschenden Gemeinschaft zu sein. Ohne zu viel Preis zu geben, kann ich doch sagen, dass bei aller Theorie in unserer Gemeinschaft, die Fähigkeit zu fühlen, was in dem Pferdekörper vonstattengeht, aus verschiedenen Blickwinkeln fokussiert wird.

 

 

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